Nachunternehmer-Aufträge zu gewinnen erfordert einen anderen Ansatz als direkte Auftragsgeberverträge. Das suchen Generalunternehmer wirklich — und so positionieren Sie sich richtig.
Als Nachunternehmer ist Ihr Auftraggeber nicht der Endkunde — es ist der Generalunternehmer. Und er bewertet Sie nach ganz anderen Maßstäben. Der Generalunternehmer interessiert sich nicht in erster Linie für Ihre Geschichte oder Referenzen. Er interessiert sich für eine Sache: Können Sie genau das liefern, was Sie versprochen haben, wann Sie es versprochen haben, ohne dem gesamten Projekt Probleme zu bereiten.
So passen Sie Ihr Angebot an, um als Nachunternehmer Aufträge zu gewinnen.
Der Generalunternehmer trägt die Gesamtverantwortung gegenüber dem Auftraggeber. Wenn Sie als Nachunternehmer verzögern oder fehlerhaft liefern, leidet seine Beziehung zum Auftraggeber — nicht Ihre. Es ist ein asymmetrisches Verhältnis, und Ihr Angebot muss das ansprechen.
Denken Sie durch: Was ist das größte Risiko des Generalunternehmers, wenn er Sie engagiert? Meistens ist es:
Sprechen Sie diese drei Punkte direkt in Ihrem Angebot an.
Bei Nachunternehmer-Angeboten ist die Präzision des Leistungsumfangs wichtiger als bei direkten Auftragsgeberverträgen. Der Generalunternehmer muss seine eigenen Aktivitäten um Ihre Lieferung planen können.
Beschreiben Sie genau:
Unklarheiten beim Leistungsumfang sind die häufigsten Ausgangspunkte für Konflikte in Nachunternehmerbeziehungen.
Ein Nachunternehmer, der einen Terminplan vorlegt, der mit den Meilensteinen des Generalunternehmers übereinstimmt, sammelt sofort Pluspunkte. Das zeigt, dass Sie die Projektlogik verstanden haben — nicht nur Ihren Teil davon.
Geben Sie an:
Generalunternehmer sind sehr sensibel gegenüber Nachunternehmern, die mitten im Projekt wirtschaftlich scheitern — oder plötzlich mehr Geld verlangen, um Unterkalkulationen zu decken. Kalkulieren Sie konservativ und mit klaren Bedingungen.
Seien Sie explizit, was der Preis voraussetzt: "Der Preis basiert darauf, dass wir in Woche [X] starten können und dass [Voraussetzung] erfüllt ist." Das ist keine Schwäche — es ist professionelles Risikomanagement.
Die stärkste Referenz für ein Nachunternehmer-Angebot ist ein Projekt, bei dem Sie für einen anderen Generalunternehmer geliefert haben — und dieser bestätigt, dass Sie Termine, Qualität und Kommunikation eingehalten haben.
Wenn Sie drei ähnliche Projekte mit Kontaktperson beim Generalunternehmer nennen können, ist das ein starkes Argument. "Wir haben die Heizungsinstallationen für [Projekt] für [GU] ausgeführt und die Abnahme ohne Mängel bestanden."
Nachunternehmer-Angebote für ähnliche Projekte teilen oft 70–80 % des Inhalts. Bauen Sie eine Standardstruktur aus Ihren stärksten Formulierungen auf und verwenden Sie sie effizient für jedes neue Projekt.
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